Besuch aus dem Bundestag

Der Fachkräftemangel in Pflegeberufen ist ein viel diskutiertes Thema. Mit der Corona-Pandemie gewinnt es zusätzlich an Brisanz. Neue Lösungsansätze verfolgen seit einiger Zeit die ze:roPRAXEN, etwa mit der Förderung neuer Berufsbilder und Karriereoptionen im Gesundheitswesen. Darüber informierte sich kürzlich FDP-Bildungspolitiker Dr. Jens Brandenburg MdB bei seinem Besuch in der Hauptverwaltung des Haus- und Facharztpraxen-Verbunds in Schwetzingen.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere besondere Verbundstruktur und unsere modernen Versorgungskonzepte auf das Interesse von Politikern stoßen“, so Prof. Dr. med. Peter Rohmeiß, Geschäftsführer der ze:roPRAXEN. Über 400 Mitarbeiter sind bei dem regionalen Praxen-Verbund mit mittlerweile 27 Praxen und Zentren beschäftigt, Tendenz steigend. Immer mehr Praxen in der Region stoßen dazu, wodurch auch der Personalbedarf wächst. Für den FDP-Politiker Jens Brandenburg, der den Wahlkreis Rhein-Neckar im Bundestag vertritt, ist der Gewinn von Nachwuchskräften im Bereich Pflege nicht nur in Zeiten von Corona ein sehr wichtiges Anliegen: „Die Pflege ist ein fachlich und persönlich sehr anspruchsvoller, aber auch abwechslungsreicher Beruf. Eine gute gesundheitliche Versorgung wird es auf Dauer nur geben, wenn wir mehr junge Menschen für die Pflege begeistern.“

Praxen und Kliniken im Wettstreit um Personal

Mit dem sogenannten Pflegepersonalstärkungsgesetz, das seit 1. Januar 2019 in Kraft ist, hat die Politik im vergangenen Jahr auf den Fachkräftemangel reagiert. Um die Personalsituation in der Pflege im Krankenhaus zu verbessern, werden Pflegestellen vollständig von den Kostenträgern refinanziert. „Dieser Ansatz ist lobenswert, doch leider wurden die Folgen für den ambulanten Bereich komplett ausgeblendet. Kliniken werben nun verstärkt Fachkräfte aus dem ambulanten Bereich ab – und sind finanziell durch das Gesetz eindeutig im Vorteil. Die Folge ist eine indirekte Tariferhöhung, was nicht nur einen Eingriff in die Tarifautonomie der Branche bedeutet, sondern auch die Kapazitäten der Praxen einschränkt.“, kritisiert Prof. Dr. med. Peter Rohmeiß.

Jungen Menschen sei heute bei der Berufswahl nicht nur wichtig, wie gut die Verdienstmöglichkeiten sind und wie sicher der Arbeitsplatz ist. Sie beschäftige vor allem die Frage, ob und welche Entwicklungsmöglichkeiten ein Job bietet. „Pflegeberufe müssen wieder deutlich attraktiver werden, und das geht nicht allein über das Gehalt. Akademische Qualifizierung anzubieten, die Aufstiegsmöglichkeiten für motivierte Fachkräfte schafft, ist in Zeiten mangelnden Nachwuchses geradezu ein Muss. Wir können so mehr junge Menschen für diese Berufe gewinnen und erfahrenen Mitarbeitern Perspektiven bieten, um sie im Gesundheitswesen zu halten“, so Dr. phil. Lutz Hager, stellvertretender Geschäftsführer der ze:roPRAXEN. So setzt sich der Verbund zum Beispiel aktiv für die Akademisierung von Pflegeberufen ein.

Neues Berufsbild: Physician Assistant

Für Medizinische Fachangestellte, Pflegekräfte oder Altenpfleger boten sich im Gesundheitswesen bislang nur begrenzte berufliche Aufstiegsmöglichkeiten. Mit der Einführung des in Deutschland noch relativ jungen Bachelor-Studiengangs Physician Assistant hat sich das geändert. PAs unterstützen den Arzt bei seiner täglichen Arbeit. Dabei übernehmen sie ärztlich delegierbare Aufgaben wie die Anamnese, Untersuchungen, die Betreuung chronisch kranker Patienten oder  Dokumentationstätigkeiten. Derzeit arbeiten sechs PA-Studenten in Haus- sowie Facharztpraxen im Verbund.

Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Digitalisierung der Haus- und Facharztpraxen voran. Mit dem Einsatz digitaler Tools und Künstlicher Intelligenz sollen die Mitarbeiter im Praxisalltag unterstützt und somit auch neue Formen der Zusammenarbeit etabliert werden – ein weiterer Baustein zur langfristigen Sicherung der wohnortnahen ambulanten Gesundheitsversorgung. „Die Digitalisierung ist vor allem für die dezentrale Versorgung im ländlichen Raum eine große Chance“, zeigte sich der Walldorfer Abgeordnete überzeugt: „Sie investieren in beeindruckender Weise in Qualifizierung und technische Innovationen. Die Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen - vom Breitbandnetz über datenschutzrechtliche Lösungen in der Forschung bis zu einer Abschaffung der Budgetierung und anderer bürokratischer Hürden.“

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